Philosophie private-partys.net

Abschalten. Entspannen. Den Kopf frei bekommen. Seinen Fetisch im Kreise Gleichgesinnter ausleben. Das Leben genießen.

Dies treibt uns an und das wollen wir euch ermöglichen. Doch was verbirgt sich hinter diesen Schlagworten? (Wer es eilig hat überspringt dieses Kapitel besser und liest dafür umso aufmerksamer die Ausführungen in der Rubrik „Anmeldung“.) Die nachstehenden Überlegungen erheben nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Abhandlung, vielmehr sollen einige Aspekte schlaglichtartig beleuchtet werden und zum weiteren vertiefenden Nachdenken anregen. Erotische Freizeitgestaltung im Wandel der Zeit Während bis in die späten sechziger Jahre des 20. Jahrhundert das Ausleben der sexuellen Neigungen ausschließlich den Eliten vorbehalten war, während die meisten Menschen gesellschaftlichen Normen und Zwängen ausgesetzt waren (Ein hervorragend funktionierendes Instrument der Gängelung, welches den Kirchen und dem Adel durch Unterdrückung der natürlichen menschlichen Triebe half, mehr Macht über das Volk auszuüben), leben wir heute in einer Zeit, in der die Möglichkeiten schier grenzenlos zu sein scheinen. Auch wenn durch politisch gewollte und forcierte gesellschaftliche Veränderungen der Zenit der Freiheit und Selbstbestimmung subjektiv überschritten ist, befinden wir uns zur Zeit immer noch in einer Phase, in der auch in Sachen „Erotische Freizeitgestaltung“ die Möglichkeiten vielfältig sind.

Dies hat leider auch der Dienstleistungssektor im sexuellen Bereich für sich entdeckt und sich die Schengener Freizügigkeit zunutze gemacht. Dadurch ist, ganz besonders in Deutschland, seit einigen Jahren ein wachsendes Überangebot an sexuellen Dienstleistungen entstanden. Die Drahtzieher sorgen stets für frischen Nachschub aus den Ländern des ehemaligen Ostblocks, zunehmend aber auch aus exotischen Ländern.

In den neunziger Jahren und bis Mitte der ersten Dekade des neuen Jahrtausends gab es noch zahlreiche private erotische Partys, zu denen man aus seinem persönlichen sozialen Netzwerk, quasi durch Empfehlungen, Zugang erhielt. Dies war etwas Besonderes und jeder Teilnehmer war bemüht, durch Zuverlässigkeit und das Einbringen seiner Persönlichkeit die jeweilige Party zu einer gelungenen Veranstaltung zu machen.

Es gab eine richtige Szene, man kannte sich und erlebte unvergessliche Stunden. Dann kam das Internet auf und plötzlich gab es eine völlige Informationstransparenz. Der geneigte erotische Partygänger hatte nun die Möglichkeit, täglich aus einer Vielzahl von Events auszuwählen. Die meisten privaten erotischen Communities zerfielen. Die ständige Verfügbarkeit von Dienstleistungsangeboten aller Schattierungen führte auch zunehmend zu einem regelrechten Verfall der Sitten. Man musste nicht mehr befürchten, zu zukünftigen Partys nicht mehr eingeladen zu werden, wenn man sich anmeldete und dann einfach ohne den Gastgeber/Veranstalter zu informieren nicht erschien weil einem etwas Geschickteres dazwischen kam. Das Ausleben der Neigungen im Kreise Gleichgesinnter wich zunehmend einer Dienstleistungs-Inanspruchnahme-Mentalität. Wo die Gewinnerzielung im Vordergrund steht, kommt automatisch die Sorgfalt bei der Auswahl der Teilnehmer zu kurz. Das Niveau fällt dadurch langfristig ins Bodenlose. „Wie viele Frauen werden kommen? Gibt es Bilder? Was bieten sie für einen Service? Geht auch anal?“ Dies ist nur eine ganz kleine aber repräsentative Auswahl der unsäglichen und nervigen Fragen, mit denen auch der Veranstalter einer privaten Party sich bald regelmäßig konfrontiert sah. Paare und Single-Frauen haben inzwischen die Möglichkeit, an vielen Veranstaltungsorten und zu vielen Gelegenheiten „das Angenehme mit dem nützlichen zu verbinden“, geraten jedoch dadurch schleichend in die missliche Situation, eine Verpflichtung einzugehen oder sich zumindest verpflichtet zu fühlen.

Dass darunter langfristig die Lust leidet, muss wohl nicht extra ausdiskutiert werden. Unter der vorgeschobenen Absicht, die im oben genannten Dienstleistungssektor tätigen Personen zu schützen, möglicherweise jedoch in erster Linie um eine bessere Kontrolle über den durchaus lukrativen sexuellen Dienstleistungssektor zu bekommen, hat der Gesetzgeber in Form des sogenannten „Prostitutionsschutzgesetzes“ seit dem 1. Juli 2017 weitgehende Regelungen getroffen. Trotz gravierender handwerklicher Fehler und vor allem nicht haltbarer Eingriffe in Grundrechte, die mit diesem Gesetz einhergehen, ist dieser Versuch von privaten Partyveranstaltern, die sich ein Wiederaufleben der „alten“ Szene wünschen, im Endeffekt grundsätzlich zu begrüßen. Als Anbieter einer Plattform für gleichgesinnte erwachsene Menschen sind wir zwar nicht davon betroffen, erhoffen uns jedoch davon einen Beitrag zu einer langfristigen Veränderung des Bewusstseins in unserem Sinne.

Letztendlich können wir die Entwicklung jedoch nur beobachten und so lange unseren Prinzipien treu bleiben.
Diese sind im Wesentlichen:

  • Echter Sex ist keine Dienstleistung, sondern Energieaustausch zwischen allen Beteiligten!
  • Alles kann, nichts muss!
  • Tabus gibt es wenige, diese sind aber zu respektieren!
  • Zuverlässigkeit und ein respektvoller Umgang sind Grundvoraussetzungen für eine Teilnahme an unseren Events!

Wer diese Punkte teilen kann, der findet unter der Rubrik „Anmeldung“ weitere Infos. Die Anderen fordern wir an dieser Stelle auf, diese Seite zu verlassen und stattdessen über folgendes nachzudenken:

Wer Toleranz erwartet muss selbst auch tolerant sein!